Was hab ich, fragt sie, und die Antwort setzt sich nieder, begleitet sie wie ein Echo, wie ein Bu-bu-bu-bu-bumerang. Kommt immer wieder bei ihr an. Da ist das Schweigen, immerwährend, und das Eine, das sie immerzu denken muss: 

Es waren die Waden im Sommer, die Handschuhe im Winter, die Locken im Jahr danach – jede einzelne, deren Wurzel sie an ihrem Platz hielt -, die Grübchen, Fenster durch die geschaut,  Fenster auf Kipp, die geschlossen wurden, es war die Lederjacke,  braun, es waren Schuhe mit Geräusch, es war ein „Mach dir keine Gedanken“, und Nonchalance, die sie durchschaute, es war die Nadel, durch die ihr Blut floss, es war eine Pose, eine Zurückhaltung, ein Alles und ein nichts. Es waren Augen, waren Sätze, waren zwei Menschen auf Stühlen. Es war ein Schweigen, ist ein Schweigen, wird es immer sein. 
Bildschirmtext aus einer Straßenbahn

Es sind die Spuren, ist das Rauschen, ist wie eine Delle, die bleibt. Ein Abdruck, der sie treibt. Ist wie ein Motor, wie eine Stütze, falls sie fällt, greift im Taumel nach ihrer Hand. Lässt sie wirbeln, lässt sie rollen, bis zu ihrem festen Stand. Da ist ein Danke, das nicht raus will, ein schaumalnurfürdich. Es ist das, warum ich wachse, und warum, versteht auch sie nicht.

Das eine, das sie weiß: Sie ist nie ganz losgelöst von den Menschen, die sie traf. Und das ist, was ihr Mut macht.

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