Deine Wohnung ist keine Höhle mehr, vielmehr ein Refugium in all dem Leben, in das du dich gestürzt hast. Nichts ist perfekt und es lässt sich immer noch steigern. Aber Jetzt ist ganz schön gut. Jetzt lässt es sich aushalten. Du lässt dich treiben und verstehst nun endlich, was die Experten meinten, als sie von der Notwendigkeit einer Alltagsstruktur sprachen. Du bist angekommen in dir, in deinem Leben, in dieser Welt, hast das erste Plateau erreicht. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick. Du kalligraphierst „Schöne Aussicht“ auf ein Pappschild. Markierst dein Revier. 

Es geht bei allem doch nur um die Balance, denkst du, und streckst dein rechtes Bein nach hinten. Fixierst einen Punkt auf dem Boden und atmest in deine Muskeln. Bis hinein in den Schmerz.

Und wenn ich falle, meinst du, dann steh ich wieder auf. Ich muss nur die Waage halten, schwarz und weiß austarieren. Ausradieren.

Und manchmal schimmert etwas durch. Ein kleines Früher im großen Jetzt. Dann legst du deine Arme drum und bettest es auf weiches Moos. Lässt es zurück auf dem Plateau, es wird den Weg schon findet, fand ihn immer. 

Du schulterst deinen Rucksack und ziehst weiter. Einfach nur gehen, denkst du. Einfach gehen.

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