Wäre das Leben schöner* – vorausgesetzt es gibt mehr als Hier und Jetzt –, müsste ich nicht alles Wichtige zuerst einmal suchen?

Wäre es irgendwie schon da, hätte mich gefunden und an der Hand genommen und gesagt: Ach, schau, da hab ich dich, haben wir uns. Schau, wie schön wir zwei es haben.

Der Job und ich. Die Wohnung und ich. Die Freund*innen und ich. Das Geld und ich. Der Mann und ich. Das zweite Kind und ich. Das Fahrrad und ich. 15 Kilo weniger und ich.

Alles da, ohne dass ich mich bücken, strecken oder verbiegen müsste.

Aber so „geht“ Leben nicht, oder?

Andererseits: Ich hatte eine Menge Glück, dass das Leben vor zehn Jahren genau so ging und mich die Dinge einfach so gefunden haben. Lässt sich das wiederholen?

Vielleicht geht das Leben mit Anfang Zwanzig nunmal einfacher von der Hand. Unbeschwerter, unbefangener, beschwingter, befreiter. Vielleicht ist das so und jetzt ist anders?

Vielleicht habe ich meine ganz persönliche, eigene Portion Glück bereits verspielt?

Aber: Ist nicht noch ein Quäntchen übrig? Kann nicht irgendetwas davon einfach mal passieren? (Also, nicht unbedingt das Kind… aber der Rest?)

(Fotos: Juliane Luttmann)

Advertisements

Was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s