Dafür brauche ich eine App, denkst du. gibt’s doch mittlerweile für alles, so ’ne App. Eine Glocke die auf Geheiß eine Phase der Achtsamkeit einläutet, zum Beispiel. Für das hier gibt’s bestimmt auch eine App. Und wenn das nicht, dann doch wenigstens ein, zwei Arbeitsblätter…

Du arbeitest an einem Geheimprojekt, steckst noch in der Planungsphase. Kostenkalkulation – Du befürchtest, dass die Ausgaben die Einnahmen übersteigen werden, doch die Realität zeigt dir ein anderes Bild: nur schwarze Zahlen, kein rot. Kein Kollateralschaden, außer in deiner Vorstellung. Du bangst, ob du den Zeitplan einhalten können wirst. Musst dich sputen und ranhalten, dann ist es zu schaffen.

Du liest den Artikel „Keine Angst vor Gefühlen“ in der neuen Flow. Du kaufst dir ein Meditationskissen und bettest deinen Kopf darauf. Du nimmst mit, was du kriegen kannst und kriegst es doch nicht hin, dir das zu nehmen, was du willst. Du weinst und in der nächsten Sekunde lachst du heiter. Du lachst und in der nächsten Sekunde weinst du weiter. Du versteckst dich, schleichst um Ecken, und dann willst du dich nicht mehr verstecken. Also wird dies deine Mission für die nächsten Stunden, Tage, Wochen. Nicht verstecken. Da sein. Einfach nur sein. Im Moment. Hier. Jetzt. Da. Nun. Gleich. Immer. Vielleicht gibt’s da ja ’ne App.

Und dann denkst du noch: „Vielleicht auch eine für Fortgeschrittene. Dann schenk ich dir ein Lächeln.“ Denn du vermutest, dass es wie im Märchen ist: Der Held vollbringt drei Taten oder erledigt erfolgreich sieben Aufgaben und erhält so die Gunst der Prinzessin. Ende gut, alles gut.

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