#36 wagen und bangen

Seit Tagen streichen meine Finger über die Tastatur, unentschlossen, welche Buchstaben durch etwas mehr Druck der Fingerspitzen aktiviert werden sollten. Sie finden die Worte nicht, finden nichts, was geschrieben werden möchte.

Zurzeit besteht das Leben aus einer unausgeglichenen Mischung zwischen wagen und bangen. Das ist nichts, was besonders schön wäre. Selbst kleinste Wagnisse ziehen ein großes Bangen nach sich, das erst im Moment der Auflösung Erleichterung findet. Und dann sind da noch die Vermutungen, die sich jeder Realitätsüberprüfung erst einmal entziehen. Erst nach und nach trauen sie sich, ihre eigene Daseinsberechtigung zu hinterfragen. Mangelnde Objektkonstanz ist etwas, das diese Sache noch erschwert. Ich habe einfach keine Vorstellung davon, dass jemand da ist, auch wenn er nicht da ist. In jede Lücke in der Kommunikation schieben sich wilde Gedanken. Manche kann ich niederringen, bei den übrigen handelt es sich um besagte Vermutungen.

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