Im nachfolgenden Text geht es um Depressionen, Unsicherheiten bezüglich Geschlechtsidentität, Psychiatrie, Vertrauen und Beziehungen. Eventuell triggernd.

Es ist nicht einfach, nicht enttäuscht zu sein.
Es ist nicht einfach, Geduld zu haben.
Nicht einfach, einfach abzuwarten.
Es ist nicht einfach, zu verzichten.
Seinen Blick auf das Positive zu richten.

Es ist nicht einfach, nicht traurig zu sein.
Nicht einfach, nicht bei dir zu sein.
Es ist nicht einfach, nicht loszuschrein.
Nicht einfach, nicht einfach aufzustehen
und verdammt noch mal einfach zu dir zu gehen.

Es ist nicht einfach, nicht daran zu denken.
Nicht einfach, keinen Gedanken daran zu verschwenden,
wie wir die Sterne vom Himmel pflückten,
wie wir uns mit ihnen und mit Glitzer schmückten.
Es war nicht einfach, den Stern zurückzuschicken.

Es war ganz einfach, Freiräume und Leerstellen zu denken,
doch leider musste ich mich dazu sehr verrenken.
Es war nicht einfach, in den Spiegel zu schauen
ohne dieses Gefühl des Grauens.
Es war nicht einfach, es war verwirrend.

Es war nicht einfach, zwischen den Geschlechtern zu stehen,
sich immer nur im Kreis zu drehen,
nicht zu wissen, wer ich bin.
Nicht einfach, da steckt mensch ja nicht drin.
Es war nicht einfach, einfach zu sein.

Es war nicht einfach mit der ganzen Angst.
Nicht einfach, als die Wellen über mir zusammenschlugen.
Es war nicht einfach – geriet die Welt doch aus den Fugen.
War nicht einfach, Grenzen zu setzen
oder sich nicht selbst zu verletzen.

Es war nicht einfach, Worte zu finden.
Zu leicht mich der Sprache zu entwinden.
Es war nicht leicht, Fremden zu vertrauen
und auf ihre Kompetenzen zu bauen.
Es war nicht einfach, sich helfen zu lassen.

Es war nicht einfach, zu unterscheiden,
wollt die Phantasie sich doch als Wirklichkeit verkleiden.
Nicht einfach, STOPP zu sagen
und einen Blick auf die Realität zu wagen.
Es war nicht einfach, zu genesen.

Es war ganz einfach, dich zu mögen.
Doch nicht einfach, zu ertragen.
dir komplett zu entsagen.
Es war ganz einfach, bei dir zu sein,
doch nicht einfach, nicht zu weinen.

Es war ganz einfach, Lebewohl zu sagen
und einen neuen Anfang zu wagen.
Es war ganz einfach, Jemanden zu finden
und mich an ihn zu binden.
Es war ganz einfach, einfach zu sein.

Es war nicht einfach zu vergessen,
vielleicht war ich zu besessen.
War nicht einfach, nicht zu sehnen
mich bei dir anzulehnen.
Es war nicht einfach ohne dich.

Es ist nicht einfach, hier zu sitzen, nicht einfach, hier zu warten, auf andre Tage zu hoffen, an denen mehr Zeit ist für ein bisschen Zweisamkeit. Es ist nicht einfach, dich zu lassen. Zu akzeptieren, wie es ist. Es ist nicht einfach, keine Wut zu empfinden, weil du nicht bei mir bist. Es ist nicht einfach zu verstehen, weil wir uns zu selten sehen. Es ist nicht einfach mit mir und dir.

Es ist nicht einfach, über Sternchen und Depressionen zu reden.
Nicht einfach, sich auf diesem Terrain zu bewegen.
Es ist nicht einfach, sowas wie ne Beziehung zu führen,
ohne sich regelmäßig zu berühren.
Es ist nicht einfach, doch es geht.

Es geht, über Themen zu sprechen,
die sonst in meinem Kopf blieben.
Es geht ganz gut, ist nicht übertrieben.
Es geht ganz gut, wenn du mir Zeit schenkst
und zwischendurch mal an mich denkst.

Es geht nicht gut, wenn du still bist.
Weißt du, wer dich dann vermisst?
Es geht nicht gut, weil ich einsam bin
und alles um mich rum dann leer und ohne Sinn.
Es geht nicht gut, doch ich lerne es.

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